Selbstmarketing für Selbstständige

Selbstmarketing für Selbstständige

Für uns Selbstständige ist Selbstmarketing ein wichtiger Teil unserer Arbeit. In diesem Blogartikel zeige ich Dir, wie Du als Selbstständiger Selbstmarketing erfolgreich einsetzen kannst.

Warum Selbstmarketing für uns
Selbstständige so wichtig ist

Zunächst ein paar Worte, warum Selbstmarketing für jeden Selbstständigen und Freiberufler so wichtig ist. Anders als viele Gewerbetreibende haben wir Selbstständigen kein physisches Produkt, was wir verkaufen wollen – und selbst wenn doch, ist es in der Regel extrem mit uns als Person verknüpft. Wir haben kein Unternehmen im Rücken, sondern stehen für uns selbst. Das bedeutet, dass wir selbst ein großer Teil unseres Produktes sind. Unsere Kunden geben uns ganz persönlich einen Auftrag. Dabei spielt das Bild, was sie von uns haben, unser Ruf und die Kompetenz, die wir vermitteln, eine enorme Rolle. 

Für jeden Unternehmer ist es selbstverständlich, Marketing für eine Firma und für ein Unternehmen zu machen. Viele Selbstständige fühlen sich dagegen beim Gedanken, Selbstmarketing zu betreiben, unwohl. Sie wollen lieber über ihre Dienstleistung oder ihr Produkt sprechen. Ich kann das gut verstehen, mir ging das lange auch so. Ist das bei Dir ähnlich? Je stärker Du aber im Dienstleistungssektor arbeitest, desto wichtiger wird für Dich das Selbstmarketing. Dann kommst Du nicht drumherum, Dich in den Mittelpunkt zu stellen. 

Selbstmarketing ist Handwerk und harte Arbeit

Selbstmarketing kann nicht mal so eben nebenbei funktionieren. Selbstmarketing ist harte Arbeit und kennt keinen Schlusspunkt. Es geht immer weiter und sobald Du nachlässt, werden die vorher mühsam erarbeiteten Effekte wieder schwächer. 

Natürlich, auch im Selbstmarketing hilft es Dir, wenn Du einfach ein Händchen dafür hast und ein gewisses Talent mitbringst. Selbstmarketing ist aber vor allem erst einmal ein Handwerk, dessen Werkzeuge Du erlernen kannst. Und diese Werkzeuge sind nicht besonders kompliziert oder komplex – Du musst sie nur konsequent einsetzen. Ich bin immer wieder überrascht, wie wenige Menschen das tun. Für Dich ist das aber eine gute Nachricht – denn wenn die Konkurrenz nicht besonders stark ist, ist es viel einfacher, erfolgreich zu werden.

Wie Selbstmarketing für Selbstständige funktioniert

Aber wie funktioniert nun gutes Selbstmarketing für uns Selbstständige? Was sollte man alles beachten? Hier kommen meine ganz konkreten Tipps für Dich.

1. Du brauchst ein konkretes Ziel

Ganz am Anfang steht das Ziel – das ist auch im Selbstmarketing nicht anders. Du solltest Dir genau überlegen, was Du erreichen willst und wozu Du es überhaupt brauchst. Schreibe Dir das am besten ganz konkret auf. Möchtest Du ganz bestimmte Kunden erreichen? Willst Du Dein Preisniveau verändern? Es gibt ganz verschiedene Ziele, die Du für Dich individuell finden musst.

2. Analysiere Deine Stärken und Schwächen

Jetzt wird es unangenehm! Damit Du einen guten Plan machen kannst, musst Du Dir bewusst sein, wo Deine Stärken und Schwächen liegen. Wo hast Du besondere Kompetenzen? Was fehlt? Wie ist Dein aktueller Ruf, bzw. wie ist Dein aktuelles Image bei Deinen gewünschten Kunden? 

Stärken und Schwächen können sowohl etwas mit fachlichen Kompetenzen, als auch mit den sogenannten Soft Skills zu tun haben. Vielleicht bist Du ja fachlich in einem Bereich besonders stark, hast aber Probleme, Menschen anzusprechen?

3. Entwickle ein persönliches Profil

Auf Basis Deiner Analyse solltest Du nun ein konkretes Profil entwickeln, was Dir helfen soll, Deine Ziele zu erreichen. Ein Beispiel: Willst Du als Unternehmensberater größere Unternehmen als Kunden gewinnen und Deine Tagessätze erhöhen? Dann könnte ein Profil als international gebuchter Experte helfen. Du solltest Dir also genau überlegen: Was macht einen solchen Experten aus, welche Eigenschaften hat er, welches Bild gibt er ab?

Dein persönliches Profil genau zu bestimmen, ist die wichtigste Herausforderung des Selbstmarketings. Du kannst hier keine Kunstfigur entstehen lassen – solltest aber auch nicht komplett nüchtern bleiben. Dein Profil muss zu Dir passen, es muss auf Wahrheiten aufbauen. Wenn Du wie im Beispiel als international gefragter Experte wahrgenommen werden willst, aber nie im Ausland bist und auch nicht wirklich Ahnung hast, wird es nicht funktionieren. Auf der anderen Seite brauchst Du aber weder einen Professorentitel noch unzählige Aufträge aus dem Ausland. Was wäre beispielsweise, wenn Du Dich gut auskennst, darüber gerne sprichst und regelmäßig zu Kongressen ins Ausland fährst? Bingo, schon entsteht ganz langsam das gewünschte Profil. 

Denke also gut darüber nach, wie Dein Profil aussehen soll und was genau Du dafür brauchst.

4. Arbeite an Deinem Mindset

Selbstmarketing hat viel mit Deiner inneren Einstellung zu tun. Du musst mit Dir in Einklang bringen, dass Du Dich in gewisser Weise inszenieren musst und Du musst vor allem an Dich selbst glauben. Es bringt nichts, wenn Du selbst der größte Zweifler von allen bist. Das werden die Menschen spüren! Sei selbstbewusst, offen und gehe auf Menschen zu. 

5. Bilde Dich und arbeite an Deinen Schwächen!

Wenn Du in Deiner Analyse Schwächen erkannt hast, die Deinen Zielen im Wege stehen, gehe sie an und arbeite an ihnen! Die wenigsten Schwächen sind in Stein gemeisselt. Du kannst an Deinen Fähigkeiten arbeiten und Dich schulen. Besuche regelmäßig Fortbildungen, Vorträge und Seminare zu Themen, die für Dein Selbstmarketing wichtig sind.

6. Arbeite an Deinem Auftritt und Deiner Rhetorik

Wie Menschen auftreten ist elementarer Bestandteil von Selbstmarketing. Lasse Dir hier von Vertrauten brutal ehrlich sagen, wenn Du hier Defizite hast. Das betrifft sowohl Äußerlichkeiten wie Deine Kleidung, Dein Haarschnitt oder ähnliches, als auch ganz konkret, wie Du auf andere Menschen wirkst. Bist Du zu schüchtern? Sprichst Du zu leise oder undeutlich? Kannst Du überzeugend vor Menschen sprechen? 

Diese scheinbaren Äußerlichkeiten schieben viele immer beiseite. Sie sind aber wichtig, egal wie sehr es Dir gegen den Strich geht, dass Du Dich mit ihnen beschäftigen musst. Wenn Du hier Probleme hast, lass Dir auf jeden Fall von Experten helfen – das reicht von der Stilberatung über Rhetoriktrainings bis hin zu einem Besuch beim Logopäden. 

7. Mache dich bekannt

Die vorherigen Schritte kannst Du alle als eine Art Vorbereitung ansehen. Jetzt muss es konkret losgehen. Das wichtigste ist dabei, dass Du Dich in der für Dich relevanten Zielgruppe bekannt machen musst. Nur wer Dich kennt kann ein Bild von Dir bekommen und Dich, wenn dann Bedarf besteht, als Selbstständiger buchen oder Dir einen Auftrag geben. Bekanntheit ist sozusagen die Grundlage, auf der Dein gesamtes Marketing aufbaut. 

Überlege Dir also konkrete Schritte, wie Du Dich möglichst effizient und schnell so vielen Menschen in Deiner Zielgruppe wie möglich bekannt machen kannst. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten, ein pauschales Rezept gibt es dagegen nicht. Klassisches Online-Marketing kann genauso helfen, wie Leute direkt anzusprechen oder ihnen eine Mail zu schicken. Wichtig ist für Dich, dass Dich genau fragst, was Du tun musst, um die für Dich wichtigen Menschen zu erreichen und sie kennenzulernen. Und dann arbeite es ab. 

8. Baue ein Netzwerk auf

Das Business der meisten Selbstständigen beruht auf einem möglichst guten Netzwerk. Mache Dir bewusst, welche Menschen Du in Deinem Netzwerk brauchst, um erfolgreich zu sein. Schreibe Dir dazu am besten sogar eine richtige Liste! 

Beim Netzwerken sind allerdings ein paar Grundregeln zu beachten. Sobald die Menschen das Gefühl haben, dass Du sie nur ansprichst, weil Du Dir davon etwas versprichst, wird es nicht funktionieren. Netzwerken beginnt damit, dass Du zunächst etwas gibst. Und zwar ohne Gegenleistung! Egal wie klein oder groß – sobald Du bei für Dich wichtigen Menschen merkst, dass Du ihnen bei etwas helfen kannst: Versuche es zu tun! Es geht hier darum, dass viele Menschen das Gefühl bekommen, auf irgendeine Art und Weise in Deiner Schuld zu stehen. Denn dann wollen sie diese Schuld irgendwann begleichen und im Gegenzug Dir einen Gefallen tun. Das kann dann beispielsweise eine Empfehlung sein.

Aber auch von diesem Punkt völlig unabhängig ist es wichtig, ein möglichst gutes Netzwerk aufzubauen. Du bist als Selbstständiger zwar in vielen Dingen Einzelkämpfer, es ist aber immer gut, wenn Du weißt, wen Du für Unterstützung ansprechen kannst.

Fazit: Selbständige brauchen Selbstmarketing

Gutes Selbstmarketing lebt davon, dass Du genau weißt, was Du erreichen willst und dann systematisch einen Plan abarbeitest. Es ist klar, dass vielen Menschen dieser Gedanke nicht gefällt. Er macht aber den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Erfolg als Selbstständiger ist ohne Selbstmarketing nicht denkbar – oder basiert dann auf purem Zufall. Das willst Du aber vermutlich nicht. Selbstmarketing lebt außerdem von Entscheidungen, die dann umgesetzt werden. Und Selbstmarketing lebt davon, es wirklich konsequent zu tun – deshalb: Fang jetzt damit an!

2 Kommentare zu „Selbstmarketing für Selbstständige“

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